Lymphsystem
Was wissen Sie über die Lymphe?
Ist das nicht so eine Dame griechischen Ursprungs? Oder irgend so was Schleimiges wer weiß wo im Körper? All dies ist sie nicht, und doch führt sie in unserem Bewusstsein meist ein Schattendasein- hat sie doch eher mit der Müllentsorgung zu tun: die Lymphe ist das Rücktransportsystem vom Zwischenzellraum zurück ins Blutsystem, quasi die Müllabfuhr des Zellstoffwechsels. Und dabei verkörpert sie den Bärenanteil des Immunsystems.
Die Lymphe tritt im Zwischenzellraum aus den Blutkapillaren aus und entspricht zunächst in ihrer Zusammensetzung dem Blut, nur ohne rote Blutkörperchen. Hier nimmt sie die Gift- und Schlacken-stoffe des Zellstoffwechsels auf und schwemmt sie über die Lymphkapillaren und –gefäße zu den Lymphknoten. Diese Lymphknoten wirken wie Filter und Entgiftungsstationen; hier werden, wie auch in der Milz und im Knochenmark, verschiedene Lymphzellen gebildet. Ein hochdifferenziertes Kommunikations- und Abwehrsystem kümmert sich um die verschiedensten Viren, Bakterien und Krankheitskeime und macht sie unschädlich. Von hier fließt die Lymphe weiter und mündet im Brustraum zurück ins Venensystem.
Einige spezielle Lymphknoten sind besser bekannt: die Rachenmandeln und der Blinddarm. Bei allzu großer Belastung schwellen sie an oder entzünden sich. Mit ihrer Entfernung ist das Grundproblem natürlich keineswegs gelöst.
Für uns sichtbar ist diese Lymphe ab und an bei Schürfwunden, wenn klares oder etwas gelbliches Wundwasser austritt und die Verletzung mit einer Kruste abdichtet. Das Lymphsystem hat zwar ähnlich wie die Blutvenen Klappen, die den Rückfluß verhindern, aber es hat kein Herz als Pumpe eingeschaltet. So ist es zum Weiterfließen auf unsere aktive Muskelbewegung angewiesen.
Dazu sollte die Lymphe auch nicht viskös oder gar schleimig, sondern
möglichst dünnflüssig sein. Ansonsten wird der Stoffwechselmüll im Bindegewebe abgelagert und zeigt sich hier z.B. in den ungeliebten Cellulitis-Beulen. Auch geschwollene Lymphknoten, langanhaltende
Verschleimungen der Atemwege, eine chronisch verstopfte Nase oder Nebenhöhlenentzündungen zeigen an, dass der Lymphfluß stockt und unsere Müllabfuhr nicht nachkommt. Eine generelle Neigung zu
Entzündungen zeigt, daß bereits viel Müll auf dem Haufen liegt.
Natürlich braucht ein guter Lymphfluß vor allem viel körperliche Bewegung und reichliches Trinken. Auch Saunagänge, Kneippgüsse, Massagen und Lymphdrainage helfen.
Ganz hervorragend wirkt Trockenbürsten; dabei sollte man Bürsten oder Waschhandschuhe mit langen Naturborsten wählen, und über die ganze Körperoberfläche in Richtung Brustkorb ausstreichen. Genießen Sie die belebende Wirkung: schon 5 Minuten Trockenbürsten gelten als so wirkungsvoll wie eine halbe Stunde Gymnastik.
Und natürlich ist die körperliche Ebene ein Ausdruck der seelischen: verstockte Gefühle und unbearbeitete "Altlasten" wollen wieder in Fluß kommen und losgelassen werden.
Das Leben möchte frei fließen.
Naturheilpraxis Katharina Zeitz


